Privilegierte Besteuerung des Liquidationsgewinns

Die Geschäftsaufgabe mit Überführung von Aktiven des Geschäfts- in Privatvermögen hatte bis anhin folgende Konsequenzen:

  • die steuerliche Abrechnung der stillen Reserven und
  • die Belegung mit einer Einkommenssteuer.

Inskünftig wird bei der Geschäftsaufgabe oder –übergabe der Liquidationsgewinn tiefer besteuert:

  • Liquidationsgewinn
    • Der Liquidationsgewinn (stille Reserven) wird inskünftig getrennt vom übrigen Einkommen privilegiert besteuert.
      • Vorteil: Milderung der Steuerprogression
      • Voraussetzungen:
        • Vollendetes 55. Altersjahr oder Invalidität
        • definitive Geschäftsaufgabe
      • Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, erfolgt die Besteuerung der Geschäftsaufgabe wie bisher in Zusammenrechnung von Liquidationsgewinn und Einkommen.
  • Steuerprivilegien für Ehegatten, Erben und Vermächtnisnehmer
    • Die privilegierte Liquidationsbesteuerung ist unter Umständen auch zugänglich:
      • dem überlebenden Ehegatten
      • den anderen Erben
      • den Vermächtnisnehmern.
  • Einkauf in die berufliche Vorsorge mit den Mitteln der stillen Reserven
    • Der Steuerpflichtige kann sich effektiv oder fiktiv in die berufliche Vorsorge einkaufen und bis maximal zum Liquidationsgewinn von der privilegierten Besteuerung profitieren; der fiktive Einkauf wird wie eine Kapitalleistung aus Vorsorge besteuert.

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